Fachwortlexikon

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Abbeizen

Abbeizen ist das Entfernen oder Ablösen alter Farb- oder Lackbeschichtungen.

Abbeizmittel

Entsprechend DIN 55 945 ein alkalisches, saures oder neutrales Mittel, das auf eine trockene Beschichtung aufgebracht wird und diese so erweicht, dass sie entfernt werden kann. Abbeizmittel können flüssig oder pastenförmig sein. Die alkalischen Abbeizmittel werden auch "Ablaugmittel" und die neutralen (lösenden) Abbeizmittel auch "Abbeizfluide" genannt.

Abbinden

Bezeichnet ganz allgemein den Übergang vom flüssigen oder pastenförmigen in den festen Zustand. Dies kann physikalisch (z.B. durch Verdunsten von Lösemitteln oder Wasser), chemisch (z.B. durch Oxidation oder Polymerisation) oder auf kolloidchemischem Wege (z.B. durch Ausfällen einer Dispersion) geschehen.

Abfallschlüssel

Nummernschlüssel (EWC-Code) der die Entsorgung einer Substanz oder Zubereitung festlegt (Richtlinie 91/689/EWG des europäischen Rates).

Ablauger

Ein Ablauger ist ähnlich einem Abbeizer zu verstehen. Der alte Farbanstrich wird chemisch so umgewandelt, dass er gelöst und entfernt werden kann. Ablaugenden Abbeizmittel enthalten alkalische Verbindungen, z.B. Natronlauge, Ammoniak und auch nichtionische Tenside. Dies kann die Holzstruktur schädigen, wenn das Holz zu lange im Laugebad verbleibt.

Ablüftzeit

Gemäß DIN EN 971-1 auch Abdunstzeit genannt: Zeit, die zwischen dem Auftragen aufeinander folgender Beschichtungen (nass in nass) oder zwischen Auftrag und darauf folgendem Einbrennen oder Strahlungshärten zum Verdunsten des Großteils der flüchtigen Anteile erforderlich ist.

Absperrmittel

Auch als Isoliergrund oder Sperrgrund bezeichnet, sind filmbildende Voranstriche, welche die Einwirkung von Stoffen aus dem Untergrund auf eine Beschichtung (oder zwischen einzelnen Schichten eines Systems) verhindern sollen. Hierzu gehören z.B. das Durchschlagen von Nikotin- oder Wasserflecken, von Holzinhaltsstoffen aus Hartfaser- und Press-Spanplatten, astreichen und tropischen Hölzern oder von färbenden Bestandteilen der Deckschicht von Gipskartonplatten. Um ein Durchschlagen sicher auszuschließen müssen derartige Absperrmittel einen porenfreien Film bilden.

Acryl

Als Acryl werden in der Regel Acrylfugenmassen bezeichnet, die zum Füllen und Dichten von Dehnungsfugen (z.B. Tür- oder Fensterrahmen zur Wand) oder Spannungsrissen zwischen verschiedenen Materialien verwendet werden. Im Gegensatz zu Silikon ist Acryl geruchsneutral und kann später überstrichen werden. Zudem ist ein Aufbau mehrerer Schichten möglich. Jedoch besitzt Acryl eine geringere Haftung und Elastizität als Silikon und ist nur bedingt wasserabweisend, so dass sich in permanenten Nassbereichen ein Silikon empfiehlt.

Acrylharze

Acrylharze sind synthetische Kunstharze für physikalisch vernetzende wasserverdünnbare Dispersionen. Sie besitzen kein Eindringvermögen ins Holz und bilden einen geschlossenen Film auf dem Holz. Acrylharze sind Bindemittel, die sowohl in Wasser dispergiert, wie auch in Lösemitteln gelöst werden können. Werden Acrylharze in physikalisch trocknenden Anstrichmitteln eingesetzt, zeichnen sie sich durch eine besonders gute Wetterbeständigkeit aus.

Acryllack

Acryllacke sind mit Wasser verdünnbare Lacke auf Dispersionsbasis, deren Hauptbestandteil an Lösemittel ist Wasser. Im Bau- und Heimwerkerbereich haben sich Acryllacke inzwischen gegen vergleichbare Produkte auf Lösemittelbasis weitgehend durchgesetzt. Ein klarer Vorteil von Acryllacken gebenüber Alkydharzlacken ist der geringere Einsatz von gesundheitsschädlichen Lösungsmitteln.

Additiv

Zusatzstoff oder Hilfsmittel, gemäß DIN EN 971-1: Substanz, die einem Beschichtungsstoff in kleinen Mengen zugesetzt wird, um eine oder mehrere Eigenschaft(en) zu verbessern oder zu modifizieren. Dazu gehören z.B. Netzmittel, Entschäumer, Beschleuniger.

Air-Mix-Spritzverfahren

Zurzeit die beste Spritzform für Acryllacke, aber auch für Alkydharzlacke auf großen Flächen. Das luftunterstützte Airless-Spritzen erzielt eine glatte Lackoberfläche bei wenig Overspray. Das Material wird mit einem Druck von ca. 20 bis 150 bar in die Pistole gepumpt, und zusätzlich wird durch eine getrennte Leitung Luft mit 0,5 bis 2,5 bar und einem Volumen von 100 - 150 Liter pro Minute in dieselbe Pistole gepresst. Die Kombination von Materialdruck, Luftdruck, Luftmenge und Düsentechnik erzielt eine feine Materialzerstäubung.

Airless-Spritzverfahren

Spritzverfahren für die Verarbeitung von Lacken und Dispersionen auf großen Flächen. Geräte mit einer Membrane oder Kolben können Drücke bis ca. 280 bar erzeugen, jedoch wird im Regelfall mit einem Druck von 80 bis 140 bar gearbeitet. Durch die hohe Energie, mit der die Farbtropfen auf die Fläche prallen, wird immer eine leichte Oberflächenstruktur erzeugt bei verhältnismäßig wenig Overspray.

Algen

Im Pflanzenreich gibt es ca. 26.000 bekannte Arten von Algen. Diese gehören den niederen Organismen an, welche einen nur wenig differenzierten Körper ohne spezialisierte Organe (Thallus) besitzen. Fast alle Algen zählen zu den Lagerpflanzen (mit Ausnahme der Blaualgen, die systematisch den Bakterien näher stehen als den Pflanzen). Ihre Vielfalt reicht von winzigen, nur wenige µm großen Einzellern bis zu hochorganisierten, mehrere Meter großen Zellverbänden wie den Tangen. Algen kommen nur in Lebensräumen mit wässerigem Milieu vor: Frei schwebend oder festwachsend, besiedeln sie Meer und Süßwasser sowie naßfeuchte Stellen wie am Boden, Holz, Hausfassaden usw.

Algizide

Algizide sind Biozide (chemische Mittel) zur Bekämpfung von Algen (aus dem lateinischen caedere = töten). Die Wirkstoffe sind unter anderem Ammoniumverbindungen und organische Chlorverbindungen.

Alkalität

Die (alkalische) Reaktion von chemischen Verbindungen, Stoffen und Substanzen im pH-Bereich oberhalb des Neutralpunkts 7. Bei Werten von nur wenig über 7 spricht man von schwacher, bei Werten in der Nähe des messbaren Endpunktes 14 von starker Alkalität. Beschichtungsstoffe für Kunstharzputze liegen meist im schwach alkalischen Bereich zwischen 7,5 und 8,5, während Substrate wie frischer Beton, Faserzementplatten oder neuer mineralischer Unterputz im stark alkalischen Bereich bis nahe pH 14 liegen können.

Alkalität von Beton

Stark basische Wirkung des Porenwassers im Zementstein, die sich durch Lösung von Calciumhydroxid einstellt (siehe auch pH-Wert).

Alkydharz

Alkydharze sind synthetische hydrophobe Polymere, die durch Kondensation mehrwertiger Alkohole mit mehrprotonigen Säuren unter Zusatz von Ölen bzw. Fettsäuren (zur Modifizierung der Eigenschaften des Harzes) entstehen.

Alkydharzlack

Alkydharzlacke sind für Holz als auch Metall im Innen- und Außenbereich einsetzbar. Durch die "künstliche" Herstellung werden Alkydharzlacke auch Kunstharzlacke genannt und setzen sich aus Alkohol und Acid zusammen.

Allgemeine Bauaufsichtliche Zulassung

Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung wird vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) auf Antrag des Herstellers oder Anbieters für Bauprodukte oder Bauarten erteilt. Der zuständige Sachverständigenausschuss (SVA) des DIBt überprüft, ob das Produkte für den genannten Anwendungsbereich geeignet ist.

Ammoniakalische Netzmittelwäsche

Die ammoniakalische Netzmittelwäsche wird hauptsächlich zur Reinigung und zum Entfetten von Zink und sonstigen verzinkten Flächen angewandt.

Anhydrid-Estrich

Anhydrid-Estrich (AE) wird auch Calciumsulfat-Estrich genannt und besteht aus dem Bindemittel Calciumsulfat (CaSo4) sowie Zuschlagstoffen wie Sand und Kies. Diese werden je nach gestellter Anforderung an die Festigkeiten in einem bestimmten Mischungsverhältnis (gemäß DIN 1045) zugegeben.

Anlaugen

Mithilfe chemischer, in Wasser gelöster Substanzen, werden alte, durchgehärtete Lackierungen gereinigt und mattiert, um eine bessere Haftung des nachfolgenden Anstrichfilms zu gewährleisten.

Anlauger

Anlauger sind Spezialreiniger um Untergründe sauber, fettfrei und haftfähig für eine anschließende Lackierung vorzubereiten. Als Pulver oder in gebrauchsfertiger Form anzuwenden, eigenen sie sich für alle Altanstriche wie Öl- und Lackfarbenflächen, wasch- und scheuerbeständige Dispersionsfarbenanstriche auf Holz, Metall, Putz und Mauerwerk sowie den meisten Kunststoffen.

Anorganische Beschichtungsstoffe

Anorganische Beschichtungsstoffe basieren nicht auf Kohlenstoffverbindungen, z. B. Silikat-, Mineralfarben und -putze. Das Gegenteil dazu sind organische Beschichtungsstoffe.

Ansatz

Sichtbare Abgrenzung von nebeneinander liegenden Pinselstrichen oder Rollenaufträgen nach Arbeitsunterbrechungen.

Antistatische Ausrüstung

Die antistatische Ausrüstung dient dazu, ein elektronische Aufladung durch Spezzialpräparate von überwiegend synthetische Faserstoffen zu verhindern. Neben der normalen antistatischen Ausrüstung, die im Laufe der Zeit durch die Benutzung und Grundreinigungsmaßnahmen an Wirkung verliert, erfolgt die permanente antistatische Ausrüstung durch z.B. Stahlfasern.

Arbeitsgemeinschaft Industriebau e. V.

Die Arbeitsgemeinschaft Industriebau e. V. (AGI) ist ein eigenständiger Verband mit Gründungsjahr 1958 und vereinigt Industrie- und Wirtschaftsunternehmen unterschiedlichster Branchen. Mitglieder sind sowohl industrielle Bauabteilungen als auch im Industrie- und Gewerbebau tätige Produkthersteller aus der Bauindustrie sowie Planungs- und Ingenieurbüros.

Adresse: Neuhofstr. 9, 64625 Bensheim, Tel. 06251/9845296, Fax 06251/9845297

Aromatenfrei

Produktformulierungen, in denen keine Kohlenwasserstoffverbindungen (Aromate) in Bindemittellösungen, Additiven oder Lösemitteln enthalten sind. Die aromatenfreien Alkydharzlacke verbinden Qualität mit Umwelt schonenden Eigenschaften. Durch die Verwendung von Isoparaffin an Stelle von Testbenzin sinkt die Lösemitteldampfkonzentration bei Lackierarbeiten mit aromatenfreien Produkten in Innenräumen ohne Belüftung auf beeindruckend niedrige Werte. Die sonst so typische starke Geruchsbelästigung ist spürbar reduziert, die Produktqualität in Deckkraft, Glanzgrad, Oberflächenhärte und Haltbarkeit bleibt jedoch erhalten.

Aufbrennen

Von Aufbrennen wird gesprochen, wenn während der Verarbeitungszeit die flüssigen Bestandteile eines Produktes zu stark und zu rasch in den Untergrund einziehen. Verarbeitung und Produktqualität werden dadurch erheblich nachteilig beeinflusst.

Ausblühungen

Ausblühungen beschreiben das Austreten von wasserlöslichen Salzen (z. B. Sulfate, Chloride, Karbonate, Nitrate) in Putz oder Mauerwerk, die durch Feuchtigkeit an die Oberfläche gelangen, dort kristallisieren und Ablagerungen bilden. Sie können durch spezielle Reiniger entfernt werden.

Ausbruchsufer

Begriff aus dem bereich Betonschutz. Grenze, bis zu der Beton an Schadstellen abgetragen werden muss, um ungeschädigten Untergrund zu erreichen.

Außenanstrich

Anstrich, der gemäß DIN 55 945 bestimmungsgemäß der Witterung ausgesetzt ist, wenn nicht eine besondere Anwendung genannt wird. Beanspruchung des Anstrichfilms durch Licht- und Wettereinwirkungen sind entsprechend erprobt.

Außenraumklima

Gemäß DIN 50 010 ein Klima in Bereichen, die so gestaltet sind, dass Objekte gegen unmittelbare Sonnenbestrahlung und Niederschläge sowie ggf. gegen Wind geschützt, im übrigen aber einem Freiluftklima ausgesetzt sind (siehe hierzu auch BFS-Merkblatt Nr. 18 - Rosenheimer Tabelle für Anstrichgruppen).

Ausgleichsfeuchte

Allgemein: Stoffspezifische Feuchte eines porösen Baustoffs, die mit der Luftfeuchte der Umgebung im Gleichgewicht steht.

Im Zusammenhang mit Bodenbelägen: Früher auch Haushaltsfeuchtigkeit genannt, wird mit dem CM-Feuchtigkeitsmessgerät am Bau gemessen und soll für sach- und fachgerechte, schadensfreie Bodenbelags- und Parkettarbeiten folgende Werte nicht überschreiten: bei Betonuntergrund 3,0 CM %, bei Zementestrich 2,5 CM %, bei Gips und Anhydritestrich unter 0,7 CM %, bei Anhydritfließestrich unter 0,5 CM %, bei Magnesia-Estrich unter 4,0 CM %, bei Steinholz-Estrich unter 10,0 CM %

Ausgleichsschicht

Schicht zur Herstellung einer ebenen und profilgerechten Oberfläche.

Aussinterung

Aussinterungen entstehen, wenn Wasser auf Betonoberflächen verdunstet und sich dicke Krusten und Abscheidungen bilden. Diese Sinterschichten sind haftungsfeindlich und müssen vor einer Beschichtung entfernt werden.

Bakterien

Einzellige Mikroorganismen, mit den Blaualgen zur Gruppe der Prokaryonten - der Einzeller ohne Zellkern - zusammengefaßt, die den Organismen mit Zellkern - den sog. Eukaryonten, zu denen Tiere, Pflanzen und Pilze gehören - als systematische Einheit gegenübergestellt wird. 

Baustoffklasse

Dient der Einteilung von Baustoffen bezüglich ihres Brandverhaltens nach DIN 4102. Ihre Kennzeichnung erfolgt durch die Buchstaben A und B und durch die Zahlen 1 bis 3.

Bauteilverfahren

Ermittlung des U-Wert (Wärmedurchgang) für Wand, Fenster, Dach, Wände und Decken gegen unbeheizte Räume und angrenzendes Erdreich.

BEB

Bundesverband Estrich und Belag e. V. (BEB). Der BEB ist ein moderner Dienstleister für die Betriebe des deutschen Estrich- und Belaggewerbes. Der Verband berät seine Mitgliedsunternehmen vorwiegend in technischen Fachfragen. Gestärkt mit dieser Kompetenz sind die BEB-Mitglieder in der Lage, eine hochwertige Bauausführung zu erbringen. Bauherren und Architekten können mit hohem technischen Wissen optimal beraten werden. Adresse: Industriestr. 19, 53842 Troisdorf, Tel.: 0 22 41 / 3 97 39 - 60, Fax: 0 22 41 / 3 97 39 - 69

Begrenzt maßhaltige Bauteile

Gemäß DIN EN 972-1: Holzbauteile, für die eine Maßänderung in begrenztem Umfang zugelassen ist, z. B. Verbretterungen mit Nut und Feder, Gartenmöbel, Fensterläden.

Beize

Mit Beize wird unbehandeltes Holz gefärbt. Bei der Verarbeitung unbedingt Schutzhandschuhe tragen, damit die Haut nicht verfärbt wird. Beize zieht vollständig ins Holz ein und ist nicht filmbildend. Zum besseren Oberflächenschutz empfiehlt es sich, gebeizte Oberflächen mit einem Klarlack oder einer farblosen Lasur zu versiegeln. Anwendung nur auf Hölzern im Wohnbereich.

Belag

Im Bodenbeschichtungssystem wird je nach Schichtdicke zwischen Imprägnierungs/Grundierung, Versiegelung, Beschichtung, KH-Belag und Reaktionsharzestrich unterschieden. Der Begriff Belag wird in dem Merkblatt der AGI nicht definfiert, gemäß dem Merkblatt des BEB über eine Schichtdicke von mind. 2,0 mm i. d. R. 3,0 - 6,0 mm

Beschichtung (Allgemein)

Beschichtung wird auch Beschichtungsaufbau oder Beschichtungssystem genannt. Gemäß DIN EN 971-1 bedeutet dies "Gesamtheit der Schichten aus Beschichtungsstoffen, die auf einen Untergrund aufzutragen sind oder aufgetragen wurden." Anmerkung: Der deutsche Fachausdruck "Beschichtung" im Sinne dieser Norm ist der Oberbegriff für Lackierungen, Anstriche, Kunstharzputze usw.

Beschichtung (Bodenbeschichtung)

Im Bodenbeschichtungssystem wird je nach Schichtdicke zwischen Imprägnierungs/Grundierung, Versiegelung, Beschichtung, (KH)-Belag und Reaktionsharzestrich unterschieden. Der Begriff Beschichtung wird gemäß dem Merkblatt der AGI über eine Schichtdicke von 0,3 - 5,0 mm definfiert, gemäß dem Merkblatt des BEB über eine Schichtdicke von i. d. R. 0,5 - 2,0 mm.

Beschichtungsstoff

Gemäß DIN EN 971-1: Flüssiges, pastenförmiges oder pulverförmiges Produkt, das, auf einen Untergrund aufgetragen, eine Beschichtung mit schützenden, dekorativen und/oder anderen spezifischen Eigenschaften ergibt.

Beton

[französisch, wahrscheinlich von lateinisch bitumen, "Schlamm, Asphalt"] im engeren Sinne ein Baustoff, der entsprechend den gültigen Bauvorschriften (insbesondere der DIN 1045) aus Zement als Bindemittel, Betonzuschlag, Wasser und ggf. auch Betonzusatzmitteln und Zusatzstoffen entsteht. Seine einfache Herstellung und Formbarkeit, die Wirtschaftlichkeit der Ausgangsstoffe, die Entwicklung einer Betontechnologie auf wissenschaftlicher Grundlage und der Einsatz rationeller Schalungs- und Einbauverfahren machen den Beton zu einem in allen Gebieten des Bauwesens vielseitig einsetzbaren Baustoff.

Betondeckung

Als Betonüberdeckung oder einfach Betondeckung wird im Stahlbetonbau der Abstand zwischen der Betonoberfläche und der Außenkante eines vom Beton umhüllten Betonstahls bezeichnet. Das Mindestmaß für die Betondeckung ist in der DIN 1045, Tabelle 10, festgelegt und ist abhängig von den Umweltbedingungen und dem Stabdurchmesser.

Betonersatz

Fehlstellen und Ausbrüche in der Betonoberfläche werden nach entsprechender Untergrundvorbereitung mit Betonersatzsystemen reprofiliert, wenn keine zusätzliche Erhöhung der Betonüberdeckung erforderlich ist. Je nach zu erwartender Exposition oder folgenden Beschichtungen erfolgt der Betonersatz mit kunststoffmodifizierten zementgebundenen Mörteln oder reinen zementgebundenen Mörteln.